Welche Nährstoffe braucht ein Hund

Es gibt 6 verschieden Nährstoffe die dein Hund benötigt und die er über das tägliche Futter aufnehmen muss:

Diese essentiellen Nährstoffe erfüllen eine oder mehrere wichtige Funktionen im Körper des Hundes und müssen in der Dosierung und im Verhältnis angemessen für die Größe des Hundes, des Alters, Geschlecht, Aktivitätsgrad und Gesundheitszustand zugeführt werden.

Viele Ernährungstabellen für die Empfehlung der täglichen Futtermenge, oder des Bedarfs stellen lediglich die Abhängigkeit zum Gewicht dar und sind deswegen nicht vollständig aussagenkräftig. Wenn du dir unsicher über die richtige Zusammensetzung und der Menge bist, die dein Liebling benötigt, solltest du dir Rat bei deinem Tierarzt, oder einem Hundeernährungsberater holen.

Wasser

Wasser ist für deinen Vierbeiner genauso wichtig wie für dich als Mensch. Alle Körperflüssigkeiten brauchen Wasser um ihre biologischen Funktionen aufrecht zu erhaltern, z. Bsp. dient das Wasser ebenso wie das Blut zum Transport von Nährstoffen und Sauerstoff zu den Organen und Zellen. Deswegen ist eine ausreichende Aufnahme von Wasser für deinen Hund sehr wichtig.

Einen Teil des benötigten Wasser kann dein Vierbeiner über das Futter, bei Fütterung mit Nassfutter aufnehmen. Bei Trockenfutter wiederrum, wird dem Körper bei der Verdauung Wasser entzogen.

Die Menge, die dein Liebling also täglich trinken muss, hängt neben der Futterart, auch vom Aktivitätsgrad und der Temperatur ab. Der gesamte tägliche Wasserbedarf liegt bei ca. 35 – 60 ml pro Kilogramm des Körpergewichts.

Kohlenhydrate

Kohlenhydate (Mehrfahrzucker, Stärke) sind neben Fetten und Protein wichtige Energieträger bzw. Energielieferanten und fördern die Leistungsfähigkeit. Kohlenhydrate sind sowohl in Getreide, als auch in Reis, Kartoffeln, Rüben und Hülsenfrüchten enthalten. Sie liefern schnell verfügbare Energie. Eine Unterversorgung zeigt sich an einem verminderter Bedürfnis an Bewegung und damit einhergehend Problem mit der Verdauung. Überschüssige Kohlenhydrate werden in Fettdeports umgewandelt und im Körper gespeichert.

Schlechte Kohlenhydrate die aus Einfach-Zucker, oder Zweifach-Zucker bestehen sollten für die Fütterung unbedingt vermieden werden. Hierzu zählt z. Bsp. Weißbrot, Zucker, Speisestärke, Speisemehl, oder sogar Schokolade. Diese sollten unter keinen Umständen im Fressnapf deines vierbeinigen Freundes landen

Proteine (Eiweiße)

Proteine sind für deine Hund lebensnotwendig und erfüllen vielfälltige Funktionen. Sie werden für den Auf- und Umbau aller Körpergewebe benötigt, also der Muskeln, Knochen, Organe, Haut und Haare. Dazu als Antikörper zur Immunabwehr, als Enzyme für die Verdauung, als Hormone für die Regulation von Stoffwechselvorgängen.

Hunde sind Carni-Omnivoren, also Fleisch-Allesfresser mit einer Vorliebe für Fleisch. Fleisch ist dabei auch die hauptsächliche Proteinequelle. Allerdings ist der Proteingehalt von der Qualität und der Fleischart abhängig. Muskelfleisch, enthält mehr Proteine als Innerein, oder Schlatabfälle. Leider sind die Futtermittelhersteller nicht dazu verpflichtet die Art und Herkunft des im Futter verarbeiteten Fleisches auszuweisen.

Neben Fleisch sind auch Fisch und Eier eine sehr gute Proteinquelle und enthalten tierische Proteine. Allerdings kann dein Hund auch gut pflanzliche Proteine zu sich nehmen und verarbeiten. Dies sind beispielweise in Kartoffeln, Getreide, Karotten, Kichererbsen enthalten.

Eine Proteinunterversorgung oder ein Proteinmangel kann zu verringertem Wachstum, Blutarmut, Abmagerung und schadhaften ,oder brüchigem Fell führen. Bei einer dauerhaften Überversorgung an Protein, können langfristig Leber-, oder Nierenschäden auftreten.

Fette

Fette sind ebenso wie Kohlenhydrate und Proteine wichtige Energielieferanten. Dabei ist die Energiekonzentration hier im Vergleich am höchsten. Neben der Funktion als Geschmacksträger, verbessert es die Aufnahme von wasserlöslichen Vitaminen, bildet eine natürlichen Schutz gegen Bakterien und Viren, produziert Stoffwechselenzyme gegen Entzündungen und haben Anteil an der Geschwindigkeit der Nervensignalübertragung (Gehirnfunktionen).

Eine Unterversorgung an Fetten kann zu Gewichtsverlust, gestörter Wundheilung, trockenem Fell und Leistungsabfall führen. Bei einer Überversorgung werden Fette in Depots gespepeichert und führen zu Übergewicht. Langsfristig hat dies Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die Gelenke.

Vitamine

Vitamine sind in der Ernährung deines Hundes lebensnotwendig und erfüllen eine Vielfalt an Funktionen. Ohne Vitamine können Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette vom Körper nicht verwertet werden. Unterschieden wird hier in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine.

Das Vitamin A ist fettlöslich und wird auch als „Schutzvitamin“ bezeichnet. Es sorgt für eine gute Haut , intakte Schleimhäute, die Produktion von Antikörpern und die Nachtsicht. Ein Mangel führt zu Hornhauttrübung, Hörausfall, Nervenschädigung und Hautläsionen.

Die B Vitamine bilden eine ganze Gruppe und sind wichtig für die Stoffwechselprozesse. Vitamin B1 unterstützt bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Zucker, bei der Regulierung der Leitfähigkeit der Nerven und dem Schutz der Nervenfasern im zentralen Nervensystem. Vitamin B2 ist wichtig für den Wasserstoff- und Eletrolyttransport und unterstützt auch Augen, Haut und Schleimhäute in ihrer Funktion.

Vitamin B6 ist unterläßlich für den Ab- und Umbau der Proteine aus der Nahrung und unterstützt darüber hinaus die Vernetzung von Bindegewebe, die Blutgerinnung und die Immunabwehr. Vitamin B7 und B12 sind für die Zellteilung sehr wichtig und sorgen unter anderem für ein glänzendes Fell, eine gesunde Haut und eine gute Fellstruktur.

Vitamin D wird für die Knochenbildung und die Kalzium/Phosphor-Verwertung benötigt. Grundsätzlich wird der größte Anteil an Vitamin D3 über das Sonnenlicht aufgenommen. Die Haut nimmt die UV-Strahlen auf und stellt das Vitamin her. 

Vitamin E ist für den Blutdruck, die Muskelkontraktion und die Funktion der Geschlechtsorgane unentberlich. Es schützt fettlösliches Gewebe im Körper vor Oxidation. In dieser Funktion schützt es ebenfalls vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem unterstützt es die Energieproduktion und hilft den Muskeln und Nerven mit weniger Energie zu funktionieren.

Vitamin K ist für eine gesunde Darmflora, Unterstützung der Leber und Niere, Blutgerinnung und das Immunsystem wichtig. Ein Mangel verzögert die Blutgerinnung, in schweren Fällen treten Blutungen auf.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Ebenso wie Vitamine sind auch Mineralstoffe von entscheidender Bedeutung für den Hund. Im Körper übernehmen die essenziellen Mineralien jeweils ganz besondere Eigenschaften und Aufgaben. Man unterscheidet hierbei zwischen Spurenelementen (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Kobalt, Jod, Selen, Fluor) und Mengenelemente (Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium).

Mineralien dienen als Strukturelemente von Knochen und Zähnen. Als lösliche Salze kontrollieren Mineralien den Flüssigkeitsspiegel des Hundes. Außerdem erfüllen Mineralien wichtige Funktionen in Enzymen und anderen Proteinen.

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